1. Malzlager / Schrotmühle (extern)2. Maischpfanne3. Läuterbottich4. Würzepfanne5. Whirlpool6. Würzekühler7. Gärtank8. Lagertank9. Abfüllung

Aktuelle Termine

27.11.2017 - 21.12.2017 · Memmingen, Barfüßer
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Memmingen
 
27.11.2017 - 22.12.2017 · Ulm, Barfüßer
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Brauprozess

In vino veritas, in aqua claritas, im Hopfensaft ist auch etwas!

 
 

Aber was? Bis das Barfüßer Bier in den Gaumen für wohltuende Erfrischung sorgen kann, bedarf es verschiedener Schritte, die selbstredend alle den strengen Auflagen des deutschen Reinheitsgebotes entsprechen.

 
1. Malzlager/Schrotmühle (extern)

1. Malzlager / Schrotmühle (extern)

 
 
Hier wird Getreide – hauptsächlich Gerste und Weizen – künstlich zum keimen gebracht um die Enzyme des Korns zu aktivieren. Im Anschluss daran wird die Keimung mittels Darren (= schonende Trocknung) wieder gestoppt. Für den vollmundigen Geschmack im fertigen Bier werden Spezialmalze bei höheren Temperaturen gedarrt bis der Zucker karamellisiert.
Aus diesem Grund werden die Spezialmalze auch gerne Karamellmalze genannt. Dunkle Malze werden beim Darren übrigens ganz bewusst verbrannt, da das zum einen für die typisch dunkle Farbe und zum anderen für den rauchigen Geschmack des Bieres sorgt. Erst jetzt ist das Malz fertig und bereit in der Schrotmühle gemahlen zu werden.
 
2. Maischpfanne

2. Maischpfanne

 
 
In der Maischpfanne wird das geschrotete Malz mit Wasser vermischt. Dieses Vermischen wird fachmännisch auch „Einmaischen“ genannt. Im Anschluss daran wird die Maische auf verschiedene Temperaturen erhitzt. Das hat zur Folge, dass die natürlichen Enzyme vom Malzkorn die wasserunlösliche Stärke des Korns in löslichen Malzzucker umwandeln können, wobei die für das Brauen wichtigen Stoffe des Malzes in die Lösung übergehen. Sobald die gesamte Stärke der Maische verzuckert ist, wird die Maische in den Läuterbottich gepumpt.
 
3. Läuterbottich

3. Läuterbottich

 
 
Im Läuterbottich legen sich die festen Bestandteile der Maische die hauptsächlich aus Getreidehülsen (= Spelz) bestehen und „Treber“ genannt werden, auf dem Siebboden ab und die Flüssigkeit fließt durch. Nachdem auch der restliche Zucker durch übergießen mit 75 °C heißem Wasser aus den festen Bestandteilen gewaschen wurde (= Anschwänzen) ist der Prozess des Abläuterns abgeschlossen.
 
4. Würzepfanne

4. Würzepfanne

 
 
In der Würzepfanne wird die Würze rund eine Stunde gekocht. Gleichzeitig wird Hopfen hinzugegeben. Dieser gibt bei den hohen Temperaturen seine Bitterstoffe ab und sorgt damit für den herben Geschmack im fertigen Bier. Darüber hinaus verdampfen unangenehme Aromastoffe und überflüssiges Wasser, wodurch die Stammwürze eingestellt und die Würze steril wird. Zudem flockt überflüssiges Eiweiß aus.
 
5. Whirlpool

5. Whirlpool

 
 
In dem Whirlpool wird die sterile Würze tangential eingepumpt. Aufgrund der dadurch entstehenden Drehbewegung, frei nach dem Teetassenprinzip (= also mit Hilfe der Zentrifugalkraft), wird die sterile Würze fast aller Trübstoffe (Eiweiß, Malzstaub und Hopfenreste) entledigt.
 
6. Würzekühler

6. Würzekühler

 
 
Nach einer kurzen Pause wird die noch heiße Würze über einen Plattenkühler, auch Wärmetauscher genannt, von ca. 100 °C auf 8-15 °C abgekühlt. Ein positiver Nebeneffekt ist dabei, dass kaltes Brauwasser auf 78 °C aufgeheizt wird. Dieser Prozess nimmt etwa acht Stunden in Anspruch.
 
7. Gärtank

7. Gärtank

 
 
Im Gärkeller wird die kalte Würze mit Hefe versetzt. Dieser Vorgang wird „Anstellen“ genannt. Je nachdem welche Hefe zum Anstellen verwendet wird unterscheidet sich die Würze nun zwischen ober- und untergärig. Während obergärige Hefe am besten bei 22 °C vergärt und im Anschluss oben auf dem sogenannten Jungbier schwimmt, vergärt untergärige Hefe optimal bei Temperaturen um die 9 °C und setzt sich nach der Gärung unten ab. Ob ober- oder untergärig, in jedem Fall wandelt sich während der rund sieben Tage andauernden Gärung der Zucker der Würze in Alkohol und Kohlensäure um. Das Jungbier ist damit geboren.

Im Übrigen werden unter obergärigen Bieren alle Weizenbiere also auch die Barfüßer Weiße, verstanden. Alle anderen Biere wie die Barfüßer Blonde und Barfüßer Schwarze sind untergärig.
 
8. Lagertank

8. Lagertank

 
 
Nach der Gärung wird das Jungbier in den Lagerkeller geschlaucht (= gepumpt). Hier darf das Bier für mindestens drei Wochen in geschlossenen Tanks unter Gegendruck bei 0 °C reifen, wobei sich durch die kalte Temperatur und den Gegendruck CO2 in das Bier bindet. Überflüssiges CO2 und unedle Aromakomponenten entweichen durch den Spundapparat und alte Hefe lagert sich am Boden ab. Dadurch kann sich der Biergeschmack vollends entfalten und fertig ausreifen.
 
9. Abfüllung

9. Abfüllung

 
 
Das Barfüßer Bier wird nicht filtriert. Denn so bleiben alle biertypischen Stoffe und damit auch der ursprüngliche Geschmack erhalten. Aus diesem Grund wird das Bier direkt von den Ausschanktanks gezapft. Für den Genuss Zuhause wird das unfiltrierte Barfüßer Bier in Flaschen und Fässer abgefüllt.